Lambourn liegt eingebettet in die sanften Hügel der Berkshire Downs, wo der River Lambourn seine ersten Windungen zieht. Nicht weit entfernt liegen die größeren Orte Newbury im Südosten und Swindon im Nordwesten. Das Dorf ist von weiten Wiesen und alten Wegen umgeben, die schon seit Jahrhunderten das Bild prägen.
Bereits zur Zeit Alfreds des Großen taucht der Name Lambourn in Aufzeichnungen auf, doch schon die Römer nutzten das fruchtbare Land hier für ihre Landwirtschaft. Über die Jahrhunderte hinweg blieb der Ort eng mit der ländlichen Tradition verbunden, bis sich im 18. Jahrhundert eine neue Prägung ergab: der Pferderennsport. Ein lokaler Adliger, der Earl of Craven, organisierte in der Nähe Rennen, die bald Nachahmer fanden. Heute beherbergt Lambourn zahlreiche Pferdeställe und gilt als eines der wichtigsten Trainingszentren für Rennpferde in England.
Im Herzen des Ortes steht die Kirche St. Michael and All Angels, deren Bauweise an die normannische Zeit erinnert. Sie ist nicht nur ein architektonisches Juwel, sondern auch ein stiller Zeuge der langen Geschichte Lambourns. Die Verbindung zu Literatur und Kultur zeigt sich in den Werken bekannter Schriftsteller wie Hilaire Belloc und Gilbert Keith Chesterton, die dem Ort ein literarisches Denkmal setzten. Zudem wurde in der Nähe ein bedeutender Schatz aus der Bronzezeit gefunden, der aus goldenen Armringen und Armbändern besteht.