Langeneß liegt im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein und besteht aus der namensgebenden Hallig sowie der kleineren Hallig Oland. Die Halligen entstanden nach der Burchardiflut, die 1634 große Landmassen zerstörte. Ursprünglich waren Langeneß, Oland und weitere Gebiete Teil der Hallig Alt-Langeneß. Durch natürlichen Anwuchs und menschliche Eingriffe wie Dammbauten wuchsen die heutigen Halligen zusammen. Langeneß ist heute mit etwa zehn Kilometern Länge und einer Fläche von 956 Hektar die größte der Halligen, während Oland deutlich kleiner ist.
Die Geschichte der Hallig ist von ständigen Veränderungen geprägt. Vor der Flut von 1825 gab es noch 70 Häuser und 187 Einwohner, doch durch Landverlust und Sturmfluten schrumpfte die Insel. Erst 1941 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Nordmarsch, Langeneß und Oland zur heutigen Gemeinde zusammengefasst. Die Verwaltung erfolgt von Pellworm aus, da Langeneß zum Amt Pellworm gehört und keine eigene Verwaltung besitzt.
Die Hallig ist bekannt für ihre Warften, auf denen die Häuser stehen. Die größte ist die Ketelswarf, wo sich auch das Tourismusbüro befindet. Hier leben etwa 100 Menschen in 58 Haushalten auf 17 Warften. Persönlichkeiten wie der Windjammer-Kapitän Boye Richard Petersen und die Landschaftsmalerin Johanna Sönnichsen stammen von der Hallig. Ein bekanntes Dokument über das Leben dort ist die NDR-Dokumentation „7 Tage... auf der Hallig“.