Lanzada liegt versteckt in den norditalienischen Alpen, etwa siebzehn Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Sondrio. Die Gemeinde gehört zum Valmalenco und ist umgeben von hohen Bergen, darunter der markante Piz Bernina, dessen Gipfel zwar jenseits der Grenze in der Schweiz liegt, dessen Ausläufer aber das Gebiet prägen. Mit dem Piz Bernina erreicht das Gemeindegebiet eine Höhe von über 4.000 Metern, was es zur einzigen lombardischen Gemeinde macht, die so hoch liegt. Im Tal grenzt Lanzada an mehrere italienische Dörfer wie Chiesa in Valmalenco und Caspoggio, während auf Schweizer Seite Pontresina und Poschiavo benachbart sind.
Erstmals erwähnt wird Lanzada in historischen Dokumenten als Teil des Valmalenco, doch seine heutige Bedeutung erhielt es durch die Verbindung zu den umliegenden Berglandschaften. Die Gemeinde lebte lange von der Landwirtschaft und dem Handel über die Pässe, bis sich der Tourismus als wichtiger Wirtschaftszweig entwickelte. Eine wichtige Verkehrsader ist die Provinzstraße 15, die über Sondrio zur Staatsstraße 38 führt und so eine Anbindung an das italienische Eisenbahnnetz ermöglicht.
Besonders sehenswert sind die barocke Pfarrkirche San Giovanni Battista mit Fresken von Cesare Ligari und einem Beinhaus aus dem 17. Jahrhundert. Die Kirche Vergine Addolorata, erbaut von Giovan Antonio Cometti, rundet das sakrale Bild ab. Die malerische Umgebung mit dem Piz Bernina zieht Wanderer und Naturliebhaber an, während die historischen Bauwerke Einblicke in die künstlerische Vergangenheit der Region geben.