Laruns liegt im Vallée d’Ossau, einem Tal der Pyrenäen, und gehört zum Nationalpark Pyrenäen. Der Ort grenzt direkt an Spanien und wird vom Fluss Gave d’Ossau durchflossen, der von größeren Zuflüssen wie dem Soussouéou Gave und dem Valentin gespeist wird. Mit einer Höhe von etwa 545 Metern über dem Meeresspiegel ist Laruns von Bergen umgeben, darunter der markante Pic du Midi d’Ossau in der Nähe. Die Landschaft ist geprägt von Weiden und Wäldern, während das Klima gemäßigt ist und jährlich etwa 885 Millimeter Regen fällt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Laruns im zwölften Jahrhundert, doch bereits früher nutzte man den nahegelegenen Col de Portalet als Übergang. Im Mittelalter war der Ort ein wichtiger Grenzposten zu Spanien, wobei der Weiler Gabas sogar ein Hospital für Jakobspilger beherbergte. Später gehörte Laruns zur historischen Region Baillage Ossau und war durch die Caze de Brousset militärisch gesichert, bis diese in den Revolutionsjahren zerstört wurde. Wirtschaftlich lebte die Gemeinde lange von der Landwirtschaft, insbesondere der Viehzucht, bevor der Tourismus ab den 1960er Jahren an Bedeutung gewann.
Heute zieht Laruns Besucher mit seinem milden Klima und den vielfältigen Wanderwegen an, die bis zum Pic du Midi d’Ossau führen. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen die Kirche Eglise de l’Assomption-de-la-Bienheureuse-Vierge-Marie aus dem siebzehnten Jahrhundert, die im neunzehnten Jahrhundert modernisiert wurde, sowie die Eglise Saint-Pierre, die Ende des neunzehnten Jahrhunderts anstelle einer älteren Kirche entstand. Ein Waschhaus am Ortsrand und die Thermalquellen im Ortsteil Eaux-Chaudes ergänzen das Angebot. Berühmtester Sohn der Gemeinde ist der 2001 verstorbene Erzbischof von Bordeaux, Pierre Eyt, der in Laruns beigesetzt wurde.