Laufenburg liegt im Schweizer Kanton Aargau am Hochrhein, direkt an der Grenze zu Deutschland. Die Altstadt thront auf einer kreisrunden Gneiskuppe, die sich wie eine natürliche Festung aus dem Fluss erhebt. Der Rhein umfließt die Halbinsel in einer weiten Biegung, während im Osten der Tafeljura mit dem Sulztal und seinen Dörfern anschließt. Die Landschaft ist geprägt von bewaldeten Hügeln wie dem Schinberg und dem Gugeli, die das enge Tal säumen. Die Gemeinde umfasst auch Teile des Juraparks Aargau, eines regionalen Naturparks von nationaler Bedeutung.
Die Geschichte Laufenburgs beginnt mit dem adligen Damenstift Säckingen, das hier im Mittelalter Ländereien besaß und einen Marktplatz entstehen ließ. Die Habsburger übernahmen später die Schutzherrschaft und bauten den Ort zur befestigten Stadt aus. Der Name verweist auf die einst gefährlichen Stromschnellen, die den Rhein an dieser Stelle verengten. Jahrhundertelang prägten Handel, Flößerei und die Verarbeitung von Eisenerz das Leben. Nach wechselvoller Geschichte, darunter Kriege und Brände, wurde Laufenburg 1802 geteilt: Der kleinere rechtsrheinische Teil fiel an Baden, der größere linksrheinische Teil wurde schweizerisch.
Heute ist Laufenburg vor allem für seine gut erhaltene Altstadt bekannt, die sich terrassenförmig am Schlossberg emporzieht. Die Ruine der Habsburg-Laufenburger Burg überragt das Stadtbild, während die Stadtkirche und das Rathaus aus dem 15. Jahrhundert stammen. Wirtschaftlich gewann der Ort durch den Bau des Kraftwerks Laufenburg an Bedeutung, das einst zu den größten Wasserkraftwerken Europas zählte. Die Fusion mit Sulz im Jahr 2010 erweiterte das Gemeindegebiet und verband die Talebene mit den umliegenden Hügeln.