Lauingen liegt im schwäbischen Donautal am Rand der Schwäbischen Alb. Die Donau wird hier kurz vor der Stadt zu einem See aufgestaut, und die Brenz mündet wenig später in den Fluss. Die Stadt ist von mehreren Gemeindeteilen umgeben, darunter Faimingen, Frauenriedhausen und Veitriedhausen.
Die Anfänge Lauingens reichen bis zu einer alemannischen Siedlung aus dem sechsten Jahrhundert zurück. Im achten Jahrhundert kam der Ort an das Kloster Fulda, bevor er im zwölften Jahrhundert unter staufische Herrschaft geriet und zu einem wichtigen Fernhandelsplatz aufstieg. Die Patrizierfamilie Imhoff stammt von hier und baute später eines der größten Handelshäuser Europas auf. Nach dem Ende der Stauferzeit fiel Lauingen an die Wittelsbacher, was zu einer Abwanderung einiger Händler führte. Im fünfzehnten Jahrhundert entstand das Lauinger Schloss, und die Stadt wurde zur zweiten Residenz der Pfalz-Neuburg. Das St.-Martinsmünster wurde als neue Pfarrkirche errichtet und diente später als fürstliche Grablege.
Bekannt ist Lauingen vor allem für sein St.-Martinsmünster, das als bedeutendes Bauwerk gilt. Die Hicret-Moschee ist das Zentrum der hiesigen islamischen Gemeinde. Die Stadt pflegt Städtepartnerschaften mit Marzahn-Hellersdorf in Berlin, Treviglio in Italien und Segré in Frankreich. Persönlichkeiten wie der Komponist Joseph Haas und der Heilpädagoge Rupert Egenberger waren mit der hiesigen Lehrerbildungsanstalt verbunden.