Le Change liegt in der zentral gelegenen Region des Périgord blanc, etwa vierzehn Kilometer ostnordöstlich von Périgueux. Das Gebiet erstreckt sich beiderseits einer Flussschlinge der Auvézère, die hier durch ein hügeliges, bewaldetes Tal fließt. Die Landschaft steigt nördlich und südlich des Flusses sanft an, erreicht im Süden knapp über zweihundert Meter und gipfelt bei einem Punkt auf zweihundertachtundzwanzig Metern. Der tiefste Punkt liegt im äußersten Südwesten, wo die Auvézère das Ortsgebiet verlässt.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Zeit des Magdalénien zurück, doch der Name Le Change taucht erst im dreizehnten Jahrhundert als Chanhere auf. Er geht vermutlich auf einen gallorömischen Personennamen zurück, der sich von einem keltischen Wort für Biegung ableitet – eine Anspielung auf die Lage an der Flussschlinge. Prägend für die Gegend war die mittelalterliche Burg Auberoche, die im zehnten Jahrhundert zum Schutz vor Wikingern entstand und später zu einem wichtigen Machtzentrum wurde. Im Hundertjährigen Krieg wechselte die Festung mehrfach den Besitzer, bis sie 1430 von aufgebrachten Bürgern aus Périgueux zerstört wurde. Nur die Kapelle blieb erhalten.
Heute prägen historische Bauwerke das Bild des Ortes. Die romanische Kirche Saint-Jean-Baptiste aus dem elften Jahrhundert steht im Zentrum und wurde nach Zerstörungen im vierzehnten Jahrhundert wiederhergestellt. Über die Auvézère führt eine alte Holzbrücke aus dem sechzehnten Jahrhundert, die einst Teil der Straße nach Périgueux war. Mehrere Schlösser aus verschiedenen Jahrhunderten zeugen von der wechselvollen Geschichte der Region, darunter das Schloss La Sandre mit seinen denkmalgeschützten Fassaden und das Schloss Le Roc aus dem neunzehnten Jahrhundert. Ein Gedenkstein vor dem letzteren erinnert an die Deportation von 172 Juden im Jahr 1942.