Leuk liegt im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis am Nordhang des Rhonetals. Der Ort erstreckt sich entlang des Flusses und wird von der Dala durchflossen. Die Gemeinde umfasst mehrere Ortsteile wie Susten und Erschmatt sowie zahlreiche Weiler, die sich an den Hängen und am Flussufer verteilen. Ein Großteil der Bevölkerung wohnt in Susten, während andere Siedlungen wie Leuk Stadt oder die Weiler am rechten Rhoneufer liegen.
Die Geschichte Leuks reicht bis in die Steinzeit zurück, doch der Name stammt aus vorkeltischer Zeit. Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Ort von verschiedenen Völkern geprägt, darunter Römer, Burgunder und Alemannen. Im Mittelalter entwickelte sich Leuk zu einem wichtigen Handelsplatz, begünstigt durch seine Lage an wichtigen Verkehrsrouten. Die Bischöfe von Sitten machten den Ort zu ihrer Sommerresidenz und verliehen ihm 1256 das Stadtrecht. Weinbau und Mühlen prägten die Wirtschaft, während im 16. Jahrhundert die Reformation eine bedeutende Rolle spielte.
Heute ist Leuk bekannt für sein Bischofsschloss, das von Stararchitekt Mario Botta restauriert wurde, und die gotische Kirche St. Stephan mit ihrem berühmten Beinhaus. Die Gemeinde fördert Literatur durch den Spycher: Literaturpreis Leuk und beherbergt Persönlichkeiten wie den Jagdflieger Franz von Werra oder die Schriftstellerin Felicitas Hoppe. Die Umgebung mit dem Pfynwald und der Teufelsbrücke lädt zu Wanderungen ein.