Levoča liegt im Norden der Slowakei, eingebettet in die Zips am Nordrand des Hornád-Beckens. Die Stadt schmiegt sich an die Ausläufer der Leutschauer Berge, während der Levočský potok, ein Nebenfluss des Hornád, durch ihr Zentrum fließt. Mit einer Höhe von 573 Metern über dem Meeresspiegel ist sie ein markanter Punkt in der Region. Die historische Altstadt wurde 2009 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Die ersten Spuren einer Besiedlung reichen bis in die Jungsteinzeit zurück, doch die eigentliche Gründung der Stadt fällt in die Zeit nach dem Mongoleneinfall 1241. Deutsche Siedler prägten den Ort, der 1249 erstmals urkundlich als Leucha erwähnt wurde. Im Mittelalter entwickelte sich Levoča zur führenden Stadt der Zipser Sachsen und genoss weitreichende Privilegien, darunter Handelsfreiheiten und eine eigene Gerichtsbarkeit. Der Kupferhandel brachte Reichtum, und die Stadt wurde zu einem Zentrum der Reformation und Bildung. Berühmte Persönlichkeiten wie der Bildhauer Paul von Leutschau oder der Humanist Johann Henkel wirkten hier.
Heute besticht Levoča durch sein fast vollständig erhaltenes mittelalterliches Stadtbild. Der Marktplatz mit dem Renaissance-Rathaus, der gotischen Jakobskirche und dem weltgrößten gotischen Altar zieht Besucher an. Die Stadtmauer mit ihren Basteien und Toren sowie die barocke Heilig-Geist-Kirche und die alte Minoritenkirche zeugen von ihrer bewegten Geschichte. Ein besonderer Anziehungspunkt ist der Mariánska hora mit seiner Wallfahrtsbasilika, die seit dem 13. Jahrhundert Pilger anzieht. Die Stadt verbindet so kulturelles Erbe mit spiritueller Tradition.