Leżajsk liegt im Südosten Polens, in der Region Karpatenvorland, etwa fünfzig Kilometer nordöstlich von Rzeszów. Die Stadt wird vom Fluss San und dem Bach Jagoda durchflossen und ist Kreisstadt. In der Umgebung erstrecken sich sanfte Hügellandschaften, die das Bild der Region prägen.
Die Stadt erhielt ihre Stadtrechte im Jahr 1397 von König Władysław II. Jagiełło und entwickelte sich zunächst langsam, besonders wegen wiederholter Tartareneinfälle. Nach einer Verlegung an einen besser geschützten Ort im frühen 16. Jahrhundert erlebte sie einen Aufschwung. Im 17. Jahrhundert prägten Bernhardiner-Mönche die Stadt, die nach Zerstörungen im Polnisch-Schwedischen Krieg und später unter österreichischer Herrschaft wieder aufblühte.
Leżajsk ist vor allem für seine Basilika Mariä Verkündigung und das benachbarte Bernhardiner-Kloster bekannt, die beide von Antonio Pellacini entworfen wurden. Die Basilika beherbergt eine der ältesten barocken Orgeln Polens. Jährlich findet hier ein internationales Festival der Orgel- und Kammermusik statt. Die Stadt ist zudem Heimat einer traditionsreichen Brauerei und eines bedeutenden jüdischen Friedhofs, der Pilger aus aller Welt anzieht.