Lichtenstein liegt im sächsischen Landkreis Zwickau, eingebettet zwischen dem Westerzgebirge im Süden und dem Chemnitztal im Norden. Die Stadt erstreckt sich auf Höhen zwischen 288 und 428 Metern, wobei die Alberthöhe mit ihrem Aussichtsturm ein markantes Wahrzeichen bildet. Chemnitz ist etwa 29 Kilometer entfernt, Zwickau etwa 12 Kilometer. Zu Lichtenstein gehören die Ortsteile Heinrichsort und Rödlitz.
Die erste Erwähnung der Burg Lichtenstein stammt aus dem Jahr 1212, die Stadt selbst wird 1446 erstmals urkundlich als solche bezeichnet. Prägend war die Adelsfamilie Schönburg, die hier residierte und die Entwicklung bis zur Enteignung 1945 bestimmte. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt mehrfach geplündert und zerstört, doch nach Bränden und Hochwassern erholte sie sich immer wieder. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Lichtenstein zu einem Zentrum der Textilindustrie, insbesondere für Strumpfwaren und Möbelstoffe.
Heute ist die Stadt für ihre grüne Umgebung bekannt und wirbt mit dem Beinamen „die Stadt im Grünen“. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen der Aussichtsturm auf der Alberthöhe, das Daetz-Centrum mit Miniaturwelten und das Stadtmuseum. Regelmäßige Feste wie das Rosenfest und die Partnerschaft mit der Stadt Enger prägen das kulturelle Leben. Historische Bauwerke wie die Laurentiuskirche mit ihrer Jehmlichorgel oder das ehemalige Schloss erinnern an die lange Geschichte.