Limoges liegt im nordwestlichen Zentralmassiv am Fluss Vienne und ist Hauptstadt des Départements Haute-Vienne. Die Stadt wird von dreizehn Nachbargemeinden umgeben und ist etwa 346 Kilometer von Paris entfernt.
Die Gegend war einst von den keltischen Lemoviken besiedelt, bevor die Römer hier um die Zeitenwende die Stadt Augustoritum gründeten. Im Mittelalter entwickelte sich Limoges zu einem Zentrum der Emailkunst und später der Porzellanherstellung, wofür die Region reich an Kaolinvorkommen ist. Die Stadt war Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen, etwa während des Hundertjährigen Kriegs, als englische Truppen sie 1370 schwer verwüsteten. Im 19. Jahrhundert wurde Limoges durch die Industrialisierung geprägt und wuchs über die alten Stadtmauern hinaus.
Heute beeindruckt Limoges mit seinen historischen Bauwerken wie dem gallorömischen Amphitheater, der Kathedrale Saint-Étienne und den mittelalterlichen Kirchen. Die Stadt ist bekannt für ihre Porzellan- und Emailarbeiten, die bis heute in Manufakturen hergestellt werden. Ein Museum erinnert an den Widerstand gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Die Universität und die Partnerschaft mit Fürth zeigen die moderne Ausrichtung der Stadt.