Litomyšl liegt an der Loučná im Okres Svitavy, umgeben von sanften Hügeln und Wäldern. Die Stadt ist geprägt durch ihr Renaissance-Schloss, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Mit etwa 10.000 Einwohnern ist sie ein kultureller Mittelpunkt der Region.
Erstmals 981 urkundlich erwähnt, entstand die Siedlung aus einer Burg der Slavnikiden. Ein Benediktinerkloster wurde im 11. Jahrhundert gegründet, später von Prämonstratensern übernommen. Im Mittelalter entwickelte sich Litomyšl zu einem Handels- und Handwerkszentrum, das 1259 das Marktrecht erhielt. Die Stadt war Schauplatz religiöser und politischer Umbrüche, darunter die Hussitenkriege und die Vertreibung der Protestanten nach der Schlacht am Weißen Berg.
Heute beeindruckt Litomyšl durch sein historisches Zentrum mit barocken Bürgerhäusern und dem prächtigen Schloss. Der Marktplatz mit seinem Smetana-Denkmal ist das Herz der Stadt. Die Klostergärten und die Piaristenkirche zählen zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Berühmt ist die Stadt auch als Geburtsort des Komponisten Bedřich Smetana.