Loctudy liegt am Südufer der Riviére de Pont-L'Abbé, gegenüber der Halbinsel Ile-Tudy an der bretonischen Atlantikküste. Der Ort gehört zur Region Finistère und ist der östlichste Bigouden-Fischereihafen. Quimper befindet sich etwa 18 Kilometer nördlich, Brest etwa 66 Kilometer entfernt.
Erstmals erwähnt wird der Ort durch seine Kirche Saint-Tudy aus dem 11. oder 12. Jahrhundert, die mit ihrem romanischen Chor und verzierten Kapitellen beeindruckt. Loctudy lebte lange vom Fischfang, doch der Rückgang dieser Tradition wurde durch den aufkommenden Tourismus ausgeglichen. Heute prägen ein Freizeithafen mit über 500 Liegeplätzen und mehrere Sandstrände das Bild.
Besonders bekannt ist Loctudy für seine markanten Leuchttürme, darunter der schachbrettartig bemalte Phare La Perdrix und der rote Phare de Langoz. Ein weiterer Anziehungspunkt ist der Menhir de Penglaouic, der als historischer Gezeitenmesser dient. Die Gemeinde pflegt Partnerschaften mit Fishguard in Wales und Ribadeo in Spanien.