Lodève liegt im südfranzösischen Département Hérault, eingebettet zwischen den Flüssen Lergue und Soulondre, am Rand des Causse-du-Larzac-Plateaus und der Montagne Noire. Die Stadt befindet sich in etwa 165 Metern Höhe und wird vom milden Mittelmeerklima geprägt, das sich durch warme Temperaturen und winterliche Regenfälle auszeichnet. In ihrer Nähe liegen bekannte Küstenstädte wie Montpellier, Sète, Agde und Béziers, die alle etwa 55 bis 65 Kilometer entfernt sind.
Die Wurzeln Lodèves reichen bis in keltische Zeiten zurück, als die Siedlung unter dem Namen Forum Neronis in der römischen Provinz Narbonnensis aufblühte. Später wurde sie Sitz eines Bischofs und wechselte im Laufe der Jahrhunderte zwischen westgotischer, arabischer und fränkischer Herrschaft. Im Mittelalter entwickelte sich Lodève zu einem bedeutenden Pilgerort auf dem Jakobsweg, bevor es im Hundertjährigen Krieg und den Hugenottenkriegen schwere Zerstörungen erlitt. Wirtschaftlich prägten die Textilherstellung, der Uranabbau und der Weinbau die Stadt, wobei letztere heute noch eine Rolle spielen.
Heute ist Lodève vor allem für ihre historischen Bauwerke bekannt, darunter die ehemalige Kathedrale St-Fulcran, die mittelalterliche Stadtmauer mit dem Tour du Portalet und der Bischofspalast aus dem 18. Jahrhundert, der heute als Rathaus dient. Das Stadtmuseum präsentiert archäologische Funde und moderne Kunst, während ein Kriegerdenkmal von Paul Dardé mit seiner pazifistischen Botschaft beeindruckt. Persönlichkeiten wie die Bischöfe Florus und Fulcran, der Kardinal de Fleury oder der Bildhauer Paul Dardé haben die Stadt geprägt.