Lodi liegt in der Lombardei, etwa dreißig Kilometer südöstlich von Mailand am Fluss Adda. Die Stadt ist Hauptort der gleichnamigen Provinz und von flachem, fruchtbarem Land umgeben. Neben dem historischen Zentrum zählen mehrere Ortsteile wie Fontana, Olmo oder San Grato zum Gemeindegebiet, darunter auch ländliche Ansiedlungen wie Bottedo und Vigadore.
Die Ursprünge Lodis reichen bis zu den Boiern zurück, die hier ein Dorf namens Alauda gründeten. Später wurde es unter dem Namen Laus Pompeia ein römisches Municipium. Als Bischofssitz spielte die Stadt früh eine kirchliche Rolle, doch erst im 10. Jahrhundert gewann sie an Bedeutung, als sie unter den Ottonen aufblühte und in Konflikt mit Mailand geriet. Nach Zerstörung und Neugründung durch Friedrich Barbarossa entstand die heutige Stadt etwa sieben Kilometer vom alten Kern entfernt. Immer wieder prägten Kriege, Machtkämpfe zwischen Ghibellinen und Guelfen sowie die Herrschaft der Visconti die Entwicklung, bis Lodi schließlich Teil des Mailänder Territoriums wurde.
Heute besticht Lodi durch seine historischen Bauwerke wie die Kathedrale Mariä Himmelfahrt oder das Santuario dell’Incoronata. Paläste wie Palazzo Mozzanica und Parkanlagen wie die Giardini Pubblici verleihen der Stadt ihr Gepräge. Berühmte Persönlichkeiten wie der Komponist Mozart, der hier ein Streichquartett schuf, oder die Dichterin Ada Negri sind mit Lodi verbunden. Die Stadt pflegt Partnerschaften unter anderem mit Konstanz und Fontainebleau und beherbergt heute ein technisch-wissenschaftliches Zentrum mit veterinärmedizinischer Fakultät.