Lodosa liegt im Süden Navarras, eingebettet im fruchtbaren Tal des Ebro. Die Kleinstadt befindet sich etwa auf halber Strecke zwischen Pamplona und Logroño, umgeben von sanften Hügeln und Weinbergen. Auf etwa 320 Metern Höhe herrscht ein mildes Klima mit mäßigen Niederschlägen, die vor allem im Winter fallen.
Die Geschichte des Ortes reicht bis in die Römerzeit zurück, als eine Handelsstraße das Ebro-Tal mit der Küste und dem Landesinneren verband. Später wurde Lodosa zum Schauplatz maurischer und christlicher Machtkämpfe, besonders während der Entstehung des Königreichs Navarra. Die Stadt erlebte wechselnde Herrschaften, darunter die Kastilier, die sie 1368 belagerten. Erst durch die Vereinigung Kastiliens und Aragóns im 15. Jahrhundert verlor Navarra seine Unabhängigkeit, und Lodosa wurde endgültig in das spanische Herrschaftsgebiet eingegliedert.
Heute prägen historische Bauwerke wie die Kirche San Miguel mit ihrem gemischten Stil aus Gotik und Renaissance das Stadtbild. Ein bronzenes Stierdenkmal und der mittelalterliche Torre de Rada erinnern an vergangene Zeiten. Bekannt ist Lodosa jedoch vor allem für seine roten Paprikaschoten, die hier nach traditionellen Methoden angebaut werden. Die wirtschaftliche Grundlage bildet weiterhin der Weinbau, der seit Jahrhunderten die Region prägt.