Lollar liegt im mittelhessischen Landkreis Gießen, eingebettet im Marburg-Gießener Lahntal. Der Ort wird von der Lumda durchflossen, die nahe der Stadt in die Lahn mündet. Nördlich von Lollar erhebt sich der Krofdorf-Königsberger Forst, während die Universitätsstädte Gießen und Marburg in wenigen Kilometern Entfernung liegen.
Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1242, doch geht der Ort auf eine deutlich ältere Siedlung zurück, deren Name sich vermutlich von einer keltischen oder germanischen Bezeichnung für einen Pferch oder eine Hütte an der Lumda ableitet. Im Mittelalter war Lollar Sitz eines Gerichts und entwickelte sich unter wechselnden Herrschaften, darunter die Landgrafschaft Hessen und das Amt Gießen. Die Stadtrechte erhielt der Ort erst 1974, nachdem er bereits 1971 die heutigen Ortsteile Odenhausen, Ruttershausen und Salzböden eingemeindet hatte.
Besonders geprägt wird Lollar durch sein historisches Erbe und die malerische Flusslandschaft. Zu den Sehenswürdigkeiten zählt das Hofgut und Schloss Friedelhausen, das zu den ältesten Ortsteilen gehört. Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Gemeinschaft und die Nähe zu den Universitätsstädten, die ihr einen modernen, weltoffenen Charakter verleihen.