Lübz liegt in Mecklenburg-Vorpommern, eingebettet in die flache Niederung der Müritz-Elde-Wasserstraße. Die Stadt breitet sich beiderseits des Flusses aus, während im Norden der Passower See angrenzt. Östlich erheben sich sanfte Höhen bis auf etwa 103 Meter über dem Meeresspiegel, wo sich das Waldgebiet Bobziner Tannen ausdehnt. Zwei weitere Naturschutzgebiete, Im neuen Teich und Alte Elde bei Kuppentin, schützen die umgebende Natur. Lübz ist etwa gleich weit von Parchim und Plau am See entfernt.
Erstmals 1224 als Lubicz erwähnt, geht der Name auf einen slawischen Gründer namens Lubec zurück und bedeutet „geliebte Stadt“. Im Mittelalter wechselte die Herrschaft mehrfach: Nach mecklenburgischen und brandenburgischen Einflüssen wurde Lübz 1328 Teil Mecklenburgs und erhielt später das Stadtrecht. Die Eldenburg, von brandenburgischen Markgrafen erbaut, prägte die Geschichte, bis sie im 17. Jahrhundert zum Schloss umgebaut und schließlich bis auf den Amtsturm abgerissen wurde. Brände und Kriege hinterließen Spuren, doch die Stadt entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum mit Industrieansiedlungen wie Brauerei, Molkerei und Zuckerfabrik.
Heute ist Lübz Sitz des Amtes Eldenburg Lübz und beherbergt in der Turmruine der Eldenburg ein Stadtmuseum. Die umliegenden Naturschutzgebiete und Seen laden zu Wanderungen ein, während die Innenstadt mit ihrer historischen Bausubstanz und der erneuerten Burghügelanlage Besucher anzieht. Die Stadt pflegt ihre Traditionen, etwa durch die Freiwillige Feuerwehr, die seit 1911 besteht.