Lučenec liegt mitten in der Slowakei, in einer flachen Senke namens Juhoslovenská kotlina, genauer in der Lučenská kotlina. Nahe der ungarischen Grenze durchziehen zwei kleine Bäche die Stadt, die später in den Fluss Ipeľ münden. Das Zentrum befindet sich auf etwa 190 Metern Höhe und ist von größeren Städten wie Banská Bystrica oder Košice umgeben.
Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr Luchunch, später entwickelte er sich zu einem wichtigen Ort in der Region Novohrad. Im 17. Jahrhundert wurde Lučenec zeitweise von siebenbürgischen Truppen und türkischen Besatzern eingenommen, bevor er im 18. Jahrhundert zum Hauptort des ungarischen Komitats Neograd aufstieg. Eine Eisenbahnverbindung nach Budapest entstand im 19. Jahrhundert und prägte die wirtschaftliche Entwicklung.
Heute ist Lučenec bekannt für seine kulturellen Persönlichkeiten, darunter Komponisten wie Tibor Serly oder William Bukový. Auch Sportler wie der Fußballspieler Július Šimon stammen von hier. Die Stadt verbindet ungarische und slowakische Einflüsse, was sich in ihrer Geschichte und Bevölkerung widerspiegelt.