Ludwigslust liegt im westlichen Mecklenburg nahe dem Ludwigsluster Kanal, der Störkanal und Rögnitz verbindet. Die Stadt befindet sich etwa 35 Kilometer südlich von Schwerin am Rand der Griesen Gegend. Ihr Gebiet wird von ausgedehnten Wäldern, Wiesen und Obstplantagen geprägt, darunter ein 550 Hektar großer Laubwald im Westen und ein 370 Hektar umfassender Nadelwald im Südwesten. Die Höhenunterschiede reichen von 22 Metern im Bereich der Wiesen bei Hornkaten bis zu 64 Metern an der B 5 westlich von Kummer.
Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Schloss Ludwigslust verbunden, das als Residenz der Herzöge von Mecklenburg-Schwerin entstand. Ursprünglich lag hier das Gut Klenow, erstmals 1333 urkundlich erwähnt. Prinz Christian Ludwig ließ ab 1731 ein Jagdschloss errichten, das später unter Herzog Friedrich zum barocken Residenzschloss ausgebaut wurde. Der Ort erhielt 1754 den Namen Ludwigslust und entwickelte sich zu einem kulturellen Zentrum mit Hofkirche, Schlosspark und Theater. Auch eine jüdische Gemeinde entstand hier, die einen Friedhof anlegte, der jedoch im 20. Jahrhundert zerstört wurde.
Prägend für Ludwigslust sind das klassizistische Schlossensemble und die umliegende Residenzstadt mit ihren Baudenkmälern. Der Schlosspark zählt zu den größten Landschaftsparks Norddeutschlands. Die Stadt war über lange Zeit militärisch geprägt, zunächst als Garnison der mecklenburgischen Dragoner, später als Standort sowjetischer Truppen bis 1992. Heute verbindet sie historische Architektur mit moderner Nutzung, darunter ein ehemaliges Kasernengelände, das zu Wohn- und Gewerbegebieten umgestaltet wurde.