Luino liegt am Ostufer des Lago Maggiore, nur wenige Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, eingebettet zwischen den Voralpenhängen. Der Fluss Tresa mündet hier in den See und bildet ein breites Delta mit einer offenen Ebene. Die Stadt ist von zahlreichen Fraktionen umgeben und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 21 Quadratkilometern.
Die ersten Spuren einer Besiedlung stammen aus der Römerzeit, doch im Mittelalter entwickelte sich Luino zu einem regionalen Zentrum, das vor allem durch die Schifffahrt geprägt war. Im 16. Jahrhundert wechselte die Herrschaft mehrfach zwischen mailändischen und comaskischen Familien, bevor es zeitweise unter Schweizer Kontrolle geriet. 1541 erhielt Luino das Marktrecht, das den Grundstein für den berühmten Wochenmarkt legte. Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt durch den Bau der Eisenbahnlinie nach Bellinzona zu einem wichtigen internationalen Bahnhof.
Luino ist vor allem für seinen wöchentlichen Markt bekannt, der jeden Mittwoch stattfindet und zu den größten Europas zählt. Die Stadt profitiert zudem von ihrer Lage als Grenzgängerstandort, da viele Einwohner in der Schweiz arbeiten. Die malerische Landschaft am Lago Maggiore und die historische Bedeutung als Handelsplatz machen Luino zu einem attraktiven Ort für Touristen und Bewohner gleichermaßen.