Lumbier liegt im westlichen Teil Navarras, wo die Pyrenäenausläufer in die Ebene übergehen und die Grenze zu Aragonien berühren. Die Gemeinde erstreckt sich auf etwa 57 Quadratkilometern und ihr Ortskern befindet sich auf 465 Metern Höhe. Bekannt ist der Ort vor allem für die spektakuläre Schlucht Foz de Lumbier, die zu seinen markantesten Naturdenkmälern zählt.
Seine Wurzeln reichen bis in die Antike zurück, als die Gegend von den Iluberritani bewohnt wurde. Später deuteten Gelehrte wie Arnaut d’Oihenart den baskischen Namen Irunberri als „neue Befestigung“, während andere Forscher eine Verbindung zu „Dorf“ oder „Stadt“ herstellten. Seit dem Mittelalter erscheint der Ort in Urkunden unter verschiedenen Schreibweisen wie Lomberri oder Lumbier, bis sich schließlich die heutige Form durchsetzte.
Heute gehört Lumbier zu einer nicht-baskischsprachigen Zone Navarras, doch ein kleiner Teil der Bevölkerung beherrscht beide Sprachen. Die Gemeinde prägt eine malerische Vorpyrenäenlandschaft, die von der Schlucht bis zu den umliegenden Hügeln reicht. Als Hauptort einer Subzone ist sie zudem verwaltungstechnisch von Bedeutung und eng mit den benachbarten Gebieten wie Romanzado oder Urraúl verbunden.