Luton liegt nördlich von London in der Region East of England und ist heute ein selbstständiger Stadtkreis. Im Südosten befindet sich der Flughafen London-Luton, während im Stadtzentrum der Hauptcampus der University of Bedfordshire liegt. Nahe der Stadt steht das Werk des Automobilherstellers Vauxhall, der einst eine wichtige Rolle in der lokalen Wirtschaft spielte.
Die Anfänge Lutons reichen bis in die Altsteinzeit zurück, doch als sächsischer Außenposten am Fluss Lea wurde es im 6. Jahrhundert gegründet. Im Domesday Book wird der Ort mit etwa 700 Einwohnern erwähnt, und im 14. Jahrhundert entwickelte sich ein regelmäßiger Jahrmarkt. Über Jahrhunderte prägte die Landwirtschaft die Stadt, bis im 16. Jahrhundert die Ziegelindustrie aufkam und im 17. Jahrhundert die Hutmacherei begann. Im 18. Jahrhundert wurde Luton zum Zentrum der Strohhutherstellung, bevor die Industrialisierung im 19. Jahrhundert einen rasanten Wachstumsschub auslöste.
Heute ist Luton vor allem durch seinen Flughafen und die Universität bekannt, die viele Menschen in die Stadt ziehen. Die einst blühende Hutindustrie wich der Automobilproduktion, die bis 2002 das Werk von Vauxhall prägte. Die Stadt ist zudem ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen, insbesondere mit einem hohen Anteil muslimischer Einwohner in einigen Stadtteilen. Luton brachte Persönlichkeiten wie den Genetiker Alec John Jeffreys oder den Sänger Paul Young hervor und ist Heimat des Fußballclubs Luton Town, der 2023 in die Premier League aufstieg.