Lyon liegt im Südosten Frankreichs dort, wo Rhône und Saône zusammenfließen. Die Stadt ist eingebettet zwischen dem Juragebirge im Nordosten, den Alpen im Osten und dem Zentralmassiv im Südwesten. Das Stadtgebiet geht nahtlos in die umliegenden Gemeinden über, sodass eine dicht besiedelte Metropolregion entstanden ist. Während das historische Zentrum zwischen den Flüssen liegt, erheben sich im Westen die Wohnviertel auf einem Hügel über der Saône.
Die Wurzeln Lyons reichen bis in die Antike zurück, als die Römer hier 43 v. Chr. unter dem Namen Lugdunum eine bedeutende Siedlung gründeten. Über Jahrhunderte diente die Stadt als administratives Zentrum Galliens, bis ihr Einfluss mit dem Niedergang des Römischen Reiches schwand. Im Mittelalter festigte Lyon seine kirchliche Vorrangstellung, etwa durch die Bestätigung des Erzbistums im 11. Jahrhundert. Wirtschaftlich prägte später die Seidenweberei die Stadt, die durch italienische und schweizerische Kaufleute neuen Aufschwung erhielt.
Heute ist Lyon für seine gastronomische Vielfalt bekannt, die aus der Lage zwischen Alpen und Mittelmeer entsteht. Die Altstadt und Teile der Halbinsel zählen zum UNESCO-Welterbe. Jährlich im Dezember erstrahlt die Stadt beim Lichterfest, das ihr den Beinamen „Stadt des Lichtes“ eingebracht hat. Mit Bauwerken wie der Kathedrale und der Basilika Notre-Dame de Fourvière sowie als Sitz internationaler Organisationen wie Interpol bleibt Lyon ein bedeutendes kulturelles und politisches Zentrum.