Mainburg liegt im niederbayerischen Landkreis Kelheim, eingebettet in die Hallertau, das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Am Ufer der Abens gelegen, wird die Stadt auch als Herz der Hallertau bezeichnet. Die Landschaft ist geprägt von ausgedehnten Hopfenfeldern, während im Untergrund bedeutende Bentonit-Vorkommen lagern.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins Mittelalter zurück. Vier Siedlungskerne – Schleißbach, Englmarsdorf, Mainburg und Schüsselhausen – verschmolzen zu einer Einheit. Schleißbach, erstmals 825 als Slegilespach erwähnt, war einst eine Pfarrei unter der Herrschaft des Hochstifts Freising. Die Feste Mainburg entstand 1220 auf dem Hofberg durch Graf Meinhard von Rotteneck, bevor sie 1279 an die Wittelsbacher überging. Jahrhundertelang blieb Mainburg ein Marktflecken, bis es 1847 das Hopfensiegelrecht erhielt und 1954 zur Stadt erhoben wurde.
Heute ist Mainburg ein kulturelles Zentrum mit historischem Marktplatz, barocker Klosteranlage und lebendigen Traditionen. Das Rathaus mit seiner markanten Giebelfassade und der Marienbrunnen prägen das Bild. Auf dem Salvatorberg thront das Kloster Mainburg mit der Kirche St. Peter und Paul. Regelmäßige Feste wie das Hopfenfest oder der Gallimarkt spiegeln die Verbindung zur Hopfenkultur wider. Wirtschaftlich ist die Stadt durch Hopfenverarbeitung, Druckereien und traditionsreiche Brauereien wie den Ziegler Bräu geprägt.