Manacor liegt im Osten Mallorcas und ist nach Palma und Calvià die drittgrößte Gemeinde der Insel. Die Stadt prägt den wirtschaftlichen Mittelpunkt des östlichen Inselteils und grenzt im Süden an Felanitx, im Westen an Vilafranca de Bonany und im Nordwesten an Petra. Die Küste zieht sich über 27 Kilometer hin, während das Landesinnere von Hügeln und Wäldern geprägt ist.
Der Name der Stadt geht auf den Berberclan Mancur zurück, der vor der katalanischen Eroberung hier lebte. Erste Siedlungen reichen bis in die prätalayotische Zeit zurück, doch die eigentliche Entwicklung begann wohl vor der islamischen Herrschaft. Im Mittelalter erhielt Manacor Stadtrechte und wurde zu einem Zentrum sozialer Auseinandersetzungen. Wirtschaftlich lebte die Stadt lange von Landwirtschaft und Handwerk, bis im 19. Jahrhundert Möbelherstellung und Perlenmanufakturen an Bedeutung gewannen.
Heute ist Manacor bekannt für seine historischen Bauwerke wie die neogotische Kirche Nostra Senyora dels Dolors mit ihrem markanten Glockenturm, das Kloster Sant Vicenç Ferrer und das Historische Museum im Torre dels Enagistes. Die Umgebung lockt mit prähistorischen Stätten wie der Talayotsiedlung S’Hospitalet Vell und den beeindruckenden Höhlen bei Porto Cristo. Die Stadt verbindet damit Tradition und modernes Wirtschaftsleben.