Marktbreit liegt im unterfränkischen Landkreis Kitzingen, wo es sich am linken Mainufer in die südlichste Spitze des Maindreiecks schmiegt. Der Ort wird vom Breitbach durchzogen, der kurz darauf in den Main mündet, während im Westen der Steingraben fließt. Die Gemarkung erstreckt sich über eine Hochebene des Fränkischen Gäulandes, wo fruchtbare Lösslehmböden den Anbau von Wein, Obst und Gemüse begünstigen. Seit 1978 gehört auch das etwa vier Kilometer entfernte Gnodstadt als Gemeindeteil dazu.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Marktbreit 1266 als „broite inferior“, doch schon zuvor könnte dort eine Siedlung an der Mündung des Breitbachs bestanden haben. 1557 verlieh König Ferdinand I. dem Reichsritter Georg Ludwig von Seinsheim das Marktrecht, was den Ort zu einer ersten Blütezeit führte. Handel mit Tabak, Wein und Textilien blühte auf, und die jüdischen Händler genossen dieselben Rechte wie ihre christlichen Mitbürger. Nach Plünderungen und einer Pestepidemie im Dreißigjährigen Krieg erholte sich der Ort unter der Herrschaft der Familie Schwarzenberg und wurde zu einem wichtigen Handelsplatz am Main. 1819 erhielt er schließlich das Stadtrecht.
Die Altstadt mit ihrem Renaissance-Rathaus und dem Alten Kranen aus dem 18. Jahrhundert ist als Ensemble geschützt. Das Museum Malerwinkelhaus zeigt das Leben von Frauen im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, während die Alois-Alzheimer-Gedenkstätte an den hier geborenen Arzt erinnert. Regelmäßige Hochwasser des Mains hinterließen Spuren an historischen Gebäuden, darunter das Rathaus und das Barockpalais Zur Groe. Marktbreit ist zudem eine Schulstadt mit einem Gymnasium, das auch Schüler aus der Umgebung besuchen.