Marsal liegt im lothringischen Saulnois, eingebettet im Tal der Seille und umgeben von sanften Hügeln. Die Gemeinde gehört zum Naturpark Lothringen und wird vom Flüsschen Nard durchzogen, das einst für den Salztransport genutzt wurde. In der Nähe befinden sich Moyenvic und Château-Salins, während die Einzelsiedlungen Bourrache, Maison Blanche und Villers-Bettnach zum Gemeindegebiet zählen.
Die ersten Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Römerzeit zurück, als Marsal unter dem Namen Vicani Marosallenses erwähnt wurde. Salzgewinnung und Münzprägung prägten früh die Geschichte des Ortes, der im Mittelalter über Klöster und eine eigene Festung verfügte. Nach wechselnden Herrschaften fiel Marsal 1663 an Frankreich und erhielt unter Ludwig XIV. eine moderne Festungsanlage von Vauban. Im Krieg von 1870 wurde die Festung kurzzeitig von bayerischen Truppen eingenommen, bevor sie geschleift wurde.
Heute ist Marsal vor allem für seine historischen Bauwerke bekannt, darunter das Stadttor La Porte de France und die Überreste der Vauban-Festung mit ihren sternförmigen Schanzen. Ein Museum widmet sich der Salzgeschichte, während archäologische Funde aus der Eisenzeit Zeugnis von der frühen Salzproduktion ablegen. In der Umgebung gedeihen wieder Weinberge, deren Erträge lokal vermarktet werden.