Meerane liegt im dicht besiedelten Nordwesten Sachsens am Rand des Erzgebirgischen Beckens, nahe der thüringischen Grenze. Die Stadt wird vom Meerchen durchflossen, einem kleinen Bach, der im Süden und Osten Zuflüsse wie den Seiferitzer und den Dittrichbach aufnimmt. Zwischen der vierspurigen B 93 und der Bundesautobahn 4 gelegen, ist Meerane etwa gleich weit von Altenburg und Zwickau entfernt.
Die erste schriftliche Erwähnung Meeranes stammt aus dem späten 12. Jahrhundert, als der böhmische König Wladislaw II. dort starb. Ursprünglich als Grenzort zwischen sorbischen Gebieten und dem Reich gegründet, war Meerane später eine bedeutende Burg- und Stadtanlage der Herren von Schönburg. Die Herrschaft Meerane gehörte lange zu den böhmischen Lehen der Schönburger und wurde erst im 15. Jahrhundert in die benachbarte Herrschaft Glauchau eingegliedert. Bis ins 19. Jahrhundert blieb die Stadt Teil dieses schönburgischen Territoriums.
Heute prägt vor allem die historische Textilindustrie das Stadtbild. Meerane ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt mit dem dreieckigen Altmarkt und der ehemaligen Stadtkirche, die vermutlich auf dem Standort der mittelalterlichen Burg steht. Unter dem Burgberg verbergen sich mittelalterliche Gangsysteme, die als Lagerräume dienten. Eine lokale Sage erzählt von der „weißen Frau von Meerane“, einer Figur, die mit der Geschichte der Burg verbunden ist.