Meitingen liegt im Lechtal, etwa auf halbem Weg zwischen Augsburg und Donauwörth. Der Markt gehört zum schwäbischen Landkreis Augsburg und breitet sich in einer von Hügeln und Flusstälern geprägten Landschaft aus.
Die Wurzeln des Ortes reichen bis in die alemannische Landnahme zurück, als sich Siedler von Norden und Süden her niederließen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1231, als ein Truchsess von Mutingen als Zeuge in einer Urkunde des Markgrafen von Burgau genannt wird. Über die Jahrhunderte wechselten die Besitzer häufig, darunter Adelsfamilien wie die Schnurbein, die bis 1848 prägend waren. Ein bedeutendes Bauwerk ist das ehemalige Schloss, das heute Teil des Johannesheims ist und auf einen Herrensitz aus dem 16. Jahrhundert zurückgeht.
Heute ist Meitingen vor allem durch Industrie geprägt, etwa durch das Unternehmen SGL Carbon, das seit den 1920er-Jahren hier ansässig ist. Ein weiteres wichtiges Werk sind die Lech-Stahlwerke in Herbertshofen. An die bewegte Geschichte erinnern das Schloss mit seinem Park, die Schnurbeinstraße und das Wirken des Widerstandskämpfers Max Josef Metzger, der 1944 von den Nationalsozialisten ermordet wurde. Seit 1989 trägt Meitingen den Titel Markt und pflegt eine Partnerschaft mit der französischen Stadt Pouzauges.