Melilla ist eine spanische Stadt an der nordafrikanischen Mittelmeerküste, umgeben von marokkanischem Gebiet. Sie liegt auf einer Halbinsel am östlichsten Punkt des Alborán-Meers, nahe dem Kap Tres Forcas und dem Monte Gurugú. Der Río de Oro, ein meist trockener Fluss, mündet hier ins Meer. Die Stadt erstreckt sich um einen Strand und Hafen, während die Altstadt auf einem 30 Meter hohen Hügel thront. Südlich grenzt die marokkanische Großstadt Nador an, nur etwa zehn Kilometer entfernt.
Die Stadt steht seit 1497 unter spanischer Kontrolle, nachdem sie von kastilischen Truppen erobert wurde. Zuvor war sie phönizisch, karthagisch, römisch und maurisch geprägt, bis sie im Mittelalter zeitweise als Karawanenstation diente. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde Melilla zur Festungsstadt ausgebaut, um wiederholte Angriffe abzuwehren. 1936 löste hier der Putsch General Francos den Spanischen Bürgerkrieg aus. Seit Marokkos Unabhängigkeit 1956 bleibt Melilla spanisch, obwohl das Land Ansprüche erhebt.
Melilla besticht durch ihre Altstadt mit maurischen Einflüssen, die als Kulturgut geschützt ist. Die Stadt verbindet europäische und nordafrikanische Elemente in Architektur und Kultur. An den Stränden wie Playa de San Lorenzo und Playa de Aguadú lässt sich das Mittelmeer erleben. Geschützte Naturgebiete wie die Klippen von Aguadú und der Barranco del Nano bewahren seltene Tier- und Pflanzenarten.