Metz liegt an der Mosel, dort wo sich die Seille mit ihr vereint, auf etwa 175 Metern Höhe. Die Stadt befindet sich im Nordosten Frankreichs, rund 50 Kilometer westlich von Saarbrücken und 120 Kilometer nordwestlich von Straßburg. Als Hauptstadt des Départements Moselle war sie einst das Zentrum der historischen Region Lothringen, die heute Teil der größeren Region Grand Est ist.
Die Wurzeln Metzs reichen bis in die keltische Zeit zurück, als der Ort unter dem Namen Divodurum Mediomatricorum bekannt war. Die Römer eroberten die Siedlung im ersten Jahrhundert vor Christus und machten sie zu einem bedeutenden Knotenpunkt an Handelswegen nach Reims, Lyon, Trier, Straßburg und Mainz. Im Mittelalter entwickelte sich Metz zum politischen und kulturellen Zentrum Austrasiens, eines Teilreichs der Merowinger und Karolinger. Hier wirkten bedeutende Persönlichkeiten wie der Bischof Chrodegang, der die Regeln für das geistliche Leben prägte, oder der Heilige Arnold, dessen Grab in der Abtei Sankt Arnulf liegt.
Metz ist geprägt von seiner langen Geschichte als geistliche Stadt mit über 39 Kirchen und Klöstern, darunter die frühchristliche Basilika Saint-Pierre-aux-Nonnains. Die ehemalige Reichsstadt bewahrt bis heute Spuren ihrer Unabhängigkeit, etwa das Oktogon der Templerkirche oder die Überreste der mittelalterlichen Stadtmauer. Als freie Reichsstadt regierten die Patrizierfamilien der Paraiges die Stadt, während die jüdische Gemeinde eine wichtige Rolle im Geldverkehr spielte. Nach der französischen Besetzung im 16. Jahrhundert wandelte sich Metz in eine strategische Festung, die das Königreich Frankreich gegen das Heilige Römische Reich sichern sollte.