Minden liegt im Nordosten Nordrhein-Westfalens an der Weser, dort wo das Weserbergland in die Norddeutsche Tiefebene übergeht. Die Stadt erstreckt sich beiderseits des Flusses und wird von der Porta Westfalica geprägt, einem markanten Durchbruch durch das Weser- und Wiehengebirge. Nördlich der Kernstadt erhebt sich das Wiehengebirge, während im Süden das Wesertal in die flachen Landschaften übergeht. Die Weser teilt die Stadt in Ober- und Unterstadt, wobei die tief gelegenen Gebiete regelmäßig von Hochwasser betroffen sind. Mit ihren Ortsteilen reicht Minden bis an den Kamm des Wiehengebirges heran.
Die Stadt blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und wurde um das Jahr 800 gegründet. Als Bischofssitz des Bistums Minden und Hauptstadt des Hochstifts Minden spielte sie im Mittelalter eine zentrale Rolle. Nach dem Westfälischen Frieden kam Minden unter brandenburgisch-preußische Herrschaft und entwickelte sich zu einer bedeutenden Festungsstadt. In preußischer Zeit war sie Verwaltungssitz des Fürstentums Minden und später des Verwaltungsverbundes Minden-Ravensberg. Bis 1816 blieb sie Sitz eines gleichnamigen Regierungsbezirks.
Minden ist bekannt für sein Wasserstraßenkreuz, wo Mittellandkanal und Weser sich kreuzen, sowie für historische Bauwerke wie den Mindener Dom und mehrere Gebäude der Weserrenaissance. Die Stadt beherbergt überregional tätige Unternehmen und einen Hochschulstandort. Im Wiehengebirge wurden Dinosaurierfossilien entdeckt, die als „Monster von Minden“ bekannt wurden. Zudem zeugen ehemalige Bergwerke von der industriellen Vergangenheit der Region.