Molln liegt im engen Tal der Steyr im Traunviertel, nahe der Mündung der Krummen Steyrling. Die Marktgemeinde erstreckt sich am Rand des Nationalparks Kalkalpen und reicht bis zum Sengsengebirge im Süden. Mit über 190 Quadratkilometern ist sie eine der größten Gemeinden Oberösterreichs, doch nur ein kleiner Teil davon ist besiedelt. Der Ort ist etwa 20 Kilometer von Kirchdorf und 30 Kilometer von Steyr entfernt.
Der Name geht auf das slawische „Smolna“ zurück, was „voll Harz oder Pech“ bedeutet – ein Hinweis auf eine frühere Pechsiedersiedlung. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Molln 1233 als Rittersitz, doch bereits im 14. Jahrhundert erhielt es das Marktrecht, das später vorübergehend verloren ging. Die Geschichte war geprägt von bäuerlicher Arbeit, Bergbau und Eisenverarbeitung, die bis ins 18. Jahrhundert eine wichtige Rolle spielten. Besonders bekannt ist der Widerstand der Bauern gegen übermäßige Wildschäden und die harte Unterdrückung durch die Obrigkeit.
Heute ist Molln vor allem als Tor zum Nationalpark Kalkalpen bekannt, in dem das Nationalparkzentrum untergebracht ist. Die Gemeinde besteht aus den drei Ortsteilen Breitenau, Molln und Ramsau, wobei die Wallfahrtskirche auf dem Frauensteinberg in Ramsau ein bedeutendes religiöses Zentrum bildet. Die Umgebung mit ihren Wäldern und Bergen prägt das Leben und die Wirtschaft der Region.