Mönchhof liegt im Burgenland, nahe dem Neusiedler See, und ist eine kleine Gemeinde im Bezirk Neusiedl am See. Der Ort ist bekannt für sein Kneippkurhaus und gilt als Kurort. Neben dem Hauptort umfasst die Gemeinde die Ortsteile Abtei Marienkron und Edmundshof.
Der Name Mönchhof geht auf die Zisterziensermönche aus dem Stift Heiligenkreuz zurück, die vor etwa 800 Jahren das sumpfige Land urbar machten. König Andreas II. von Ungarn schenkte ihnen 1217 das Gebiet, das erstmals als Leginthov erwähnt wurde. Im 16. Jahrhundert war der Ort Sitz eines kaiserlichen Gestüts, doch die Bewohner standen oft in Konflikten mit der katholischen Kirche. Nach wechselnder Herrschaft kam Mönchhof 1920/21 zu Österreich. Während der NS-Zeit wurden Geistliche verfolgt, darunter Pater Richard Wolf, der im KZ Dachau inhaftiert war. Traditionell prägt der Weinbau das Leben hier, seit die Mönche ihr Wissen aus Burgund einbrachten.
Besonders sehenswert sind die Pfarrkirche, das Kloster Marienkron und das Dorfmuseum. Ein Wehrturm und das historische Kellerviertel Sandhöhe zeugen von der Vergangenheit. Der Jakobsweg Burgenland führt durch den Ort. Berühmte Persönlichkeiten wie der Barockbildhauer Elias Hügel oder die Gründeräbtissin Rosaria Golsch stammen von hier. Heute ist Mönchhof ein Ort mit geistigem und gesundheitlichem Zentrum, geprägt von Weinbau und klösterlichem Erbe.