Monte Sant’Angelo liegt in Apulien, eingebettet in die sanften Hänge des Gargano, etwa fünfzehn Kilometer nördlich von Manfredonia. Die Stadt blickt auf das Adriatische Meer hinaus und ist von einer bergigen Landschaft umgeben, die ihr einen besonderen Reiz verleiht.
Die Wurzeln der Stadt reichen bis ins frühe Mittelalter zurück, als sich hier eine normannische Herrschaft etablierte. Um das Jahr 1000 entstand der Ort, der später zur Hauptstadt eines weitläufigen normannischen Territoriums wurde. Im 17. Jahrhundert fiel Monte Sant’Angelo an das Königreich Neapel und blieb bis zur italienischen Einigung Teil desselben.
Prägend für den Ort ist vor allem die Wallfahrtskirche San Michele, eine Grottenkirche, die auf eine legendäre Erscheinung des Erzengels Michael im Jahr 492 zurückgeht. Das normannische Kastell, das auf einen Bau des 9. Jahrhunderts zurückgeht, zeigt Spuren verschiedener Epochen und dient heute als kultureller Treffpunkt. Die Altstadt mit ihren historischen Kirchen und die Aussicht über die umliegende Landschaft machen den Ort zu einem bedeutenden Pilgerziel und kulturellen Zentrum.