Montpellier liegt im südfranzösischen Département Hérault, etwa zehn Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt. Die Stadt breitet sich in hügeligem Gelände aus, durch das der Fluss Lez fließt. Mit seiner Lage zwischen Toulouse und Marseille verbindet Montpellier die kulturellen Einflüsse des Languedoc mit dem mediterranen Flair der Küste.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem späten 10. Jahrhundert, als ein Graf Land an der alten Handelsroute Via Domitia zwischen den Flüssen Lez und Mosson verschenkte. Schnell entwickelte sich Montpellier zu einem wichtigen Handelsplatz, der durch seine Nähe zu Katalonien und Italien sowie den Hafen von Lattes Verbindungen über das Mittelmeer und nach Nordeuropa unterhielt. Eine besondere Rolle spielte die medizinische Schule, die bereits im Mittelalter europaweit Anerkennung fand und von Gelehrten unterschiedlicher Kulturen geprägt wurde.
Heute ist Montpellier bekannt für seine historische Architektur, darunter die Kathedrale Saint-Pierre und der Jardin des Plantes, der älteste botanische Garten Frankreichs. Die Stadt beherbergt bedeutende kulturelle Einrichtungen wie ein internationales Orchester und ein modernes Kongresszentrum. Regelmäßig finden Festivals wie RadioFrance und Montpellier Danse statt, die der Stadt einen internationalen Ruf verleihen.