Moosburg liegt im Zentrum des Moosburger Beckens, einer Landschaft in Kärnten, die von flachen Hügeln und ausgedehnten Feuchtgebieten geprägt ist. Westlich der Ortschaft erstreckt sich eine Teichlandschaft mit drei größeren und zwei kleineren Gewässern, die durch den nur schwach wasserführenden Stallhofener Bach gespeist werden. Diese Teiche sind Teil eines 204 Hektar großen Landschaftsschutzgebiets und von moorigem Boden umgeben, der dem Wasser eine bräunliche Färbung verleiht. Die Umgebung besteht größtenteils aus Wald, während die Verlandungszonen von Schilf, Rohrkolben und Seerosen bewachsen sind.
Der Name Moosburg geht auf das althochdeutsche Wort für Moor zurück und verweist auf die sumpfige Umgebung. Schon in römischer Zeit führte eine Nebenstraße durch das Gebiet, die bei Tigring eine weitere Straße kreuzte; heute erinnern ein rekonstruiertes Stück und ein Meilenstein an diese Epoche. Im Mittelalter war Moosburg eine wichtige Pfalz der Karolinger, wo Arnulf von Kärnten aufwuchs und später das Weihnachtsfest feierte. Die Ruine der Arnulfsfeste, auch Mosaburch genannt, liegt heute an den Teichen und ist Schauplatz des jährlichen Kaiser Arnulfsfests.
Besonders sehenswert ist das Schloss Moosburg, das die Adelsfamilie der Ernauer im 16. Jahrhundert im spätgotischen Stil errichten ließ und später erweiterten. Im Ort selbst befindet sich das Karolingermuseum, das sich der Geschichte der Karolinger und der Verbindung zu Moosburg widmet. Zu den archäologischen Funden gehört eine Flechtwerkstein-Kirche aus der Karolingerzeit, deren Grundmauern in Sankt Peter bei Moosburg freigelegt wurden. Der Moosburger Mühlteich dient zudem als beliebter Badesee.