Morlaix liegt im Norden der Bretagne, im Département Finistère, und ist eine Unterpräfektur. Eingebettet in eine von Flüssen geprägte Landschaft, wo der Queffleut und der Jarlot zusammenfließen, bildet die Stadt einen natürlichen Trichter. Die steilen Hänge der Täler erreichen Höhenunterschiede von bis zu hundert Metern und führen direkt zum Meer. Durch die exponierte Lage in einer Ria ist Morlaix regelmäßig von Überschwemmungen bedroht, zuletzt in den Jahren 1974, 1995, 2013 und 2018.
Die Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die bis in die Zeit der ersten Erwähnungen zurückreicht. Ihre Entwicklung war stets mit dem Fluss verbunden, der lange Zeit die wichtigste Verkehrsader bildete. Im 19. Jahrhundert wurde der markante Eisenbahnviadukt errichtet, der die Stadt prägt und ihr den Beinamen „Stadt des Viadukts“ einbrachte. Die urbanen Strukturen entstanden in enger Anpassung an das Gelände, mit terrassenförmigen Gebäuden und gewundenen Straßen, die die steilen Täler überwinden.
Heute ist Morlaix vor allem durch den imposanten Viadukt bekannt, der mitten im Zentrum die beiden Flussufer verbindet. Die Stadt teilt sich in zwei historische Regionen, das Léon und das Trégor, die durch den Fluss getrennt sind und sich in den Straßennamen widerspiegeln. Neben dem Viadukt prägen auch die überbauten Flussabschnitte das Stadtbild, die einst als Plätze angelegt wurden. Ein modernes Verkehrsnetz mit Flughafen, Bahnhof und Stadtbuslinien verbindet Morlaix mit der Region.