Mosset liegt versteckt in den südfranzösischen Pyrenäen, etwa 55 Kilometer westlich von Perpignan. Das Bergdorf mit rund 320 Einwohnern befindet sich auf etwa 700 Metern Höhe im Tal der Castellane, einem Nebenfluss der Têt. Die Gemeinde erstreckt sich über ein großes Gebiet von fast 72 Quadratkilometern und reicht bis zur 13 Kilometer entfernten Passhöhe Col de Jau auf 1506 Metern, wo sich das kleinste Skigebiet der Welt befindet. Eine enge, 12 Kilometer lange Serpentine verbindet Mosset mit der Kleinstadt Prades im Nordosten.
Erstmals schriftlich erwähnt wird Mosset im Zusammenhang mit einer mittelalterlichen Burg, die den Grafen von Cerdagne gehörte. Das befestigte Dorf prägte über Jahrhunderte das Bild der Region, bis es mit der Französischen Revolution in Vergessenheit geriet. Im 19. Jahrhundert zählte Mosset noch über 1200 Einwohner, doch die Zahl sank im Laufe der Zeit. Die Burg und die Kirche Saint-Julien überragen noch heute das Ortsbild und zeugen von der bewegten Vergangenheit.
Besonders sehenswert ist die romanische Kapelle Notre-Dame de Corbiac mit ihren Fresken aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die Überreste der mittelalterlichen Burg beherbergen heute private Wohnungen, während der Wachturm Tour de Mascarda an der strategisch wichtigen Passstraße erinnert. Ein interaktives Parfüm-Museum und die internationale Begegnungsstätte Mas de la Coume bereichern das kulturelle Angebot. Jedes Jahr Ende Juli und Anfang August findet die traditionelle Freilichtoper Opéra Mosset statt.