Nembro liegt in der Lombardei, etwa zehn Kilometer nordöstlich von Bergamo entfernt, und wird vom Serio durchflossen. Die Gemeinde zählt zu den größeren Orten der Provinz und grenzt an mehrere Nachbargemeinden wie Albino und Scanzorosciate. Neben dem Hauptort umfasst das Gemeindegebiet auch kleinere Ortsteile wie Gavarno und Lonno.
Die ersten Spuren der Siedlung reichen weit zurück, doch prägend wurde vor allem die Lage am Fluss Serio. Früher lebte die Bevölkerung von Landwirtschaft und Handwerk, später entwickelte sich Nembro zu einem lebendigen Ort mit eigenem kulturellen Profil. Die Geschichte zeigt sich noch heute in den erhaltenen Bauwerken und Kunstschätzen.
Besonders sehenswert ist die Pfarrkirche San Martino, die bereits im neunten Jahrhundert entstand und später im Stil verändert wurde. Die romanische Brücke über den Serio und die Kirche San Nicola da Tolentino mit ihren historischen Fresken zeugen von der langen Tradition. Auch das Bonomi-Haus und das Jagdhaus Canaletta spiegeln die architektonische Vielfalt wider. Berühmte Persönlichkeiten wie der Maler Enea Salmeggia und der Violinist Antonio Piatti stammen aus Nembro.