Neunkirchen liegt im Südosten Niederösterreichs, eingebettet im Steinfeld, einer typischen Landschaft des Industrieviertels. Die Schwarza durchfließt die Stadt, die als Bezirkshauptstadt fungiert. Die Gemeinde umfasst drei Katastralgemeinden: Mollram, Peisching und das namensgebende Neunkirchen selbst mit mehreren Stadtteilen wie der Inneren Stadt oder dem Steinfeld.
Die Geschichte der Siedlung reicht bis in die Steinzeit zurück, doch eine dauerhafte Besiedlung begann in der Latènezeit. Eine keltische Begräbnisstätte mit reichen Beigaben belegt die frühe Bedeutung des Ortes. Im Mittelalter entwickelte sich Neunkirchen zu einem wichtigen Verkehrsknoten mit Markt- und Münzrecht, bevor Wiener Neustadt diese Rolle übernahm. Der Name leitet sich von der neu erbauten Kirche ab, nicht von der Zahl neun. Im 17. Jahrhundert prägte das Minoritenkloster die Entwicklung, das als Schutzort in den Türkenkriegen diente. Später wurde Neunkirchen durch die Industrialisierung im 19. Jahrhundert zu einem Zentrum der Textil- und Metallindustrie.
Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrer gotischen Architektur und barocken Ausstattung ist ein zentrales Bauwerk. Einst befestigt, diente sie als Zufluchtsort während der Türkenkriege. Das Minoritenkloster, heute ein kultureller Anker, erinnert an die wechselvolle Geschichte. Die Stadt ist zudem bekannt für ihre industrielle Vergangenheit, etwa durch die Schraubenfabrik Brevellier & Co., deren Gelände noch heute so genannt wird. Regionale Feste und die lebendige Mischung aus Tradition und Moderne prägen das Bild.