Neusäß liegt am Nordwestrand von Augsburg, eingebettet im Schmuttertal und umgeben vom Naturpark Augsburg-Westliche Wälder. Der Fluss Schmutter durchzieht das Gebiet in Süd-Nord-Richtung und prägt die Landschaft. Im Westen des Tals liegen kleinere Gemeindeteile wie Hammel, Ottmarshausen und Hainhofen, während im Osten größere wie Täfertingen, Neusäß selbst, Westheim und Steppach zu finden sind. Wirtschaftlich ist die Stadt stark mit Augsburg verbunden, sowohl durch die unmittelbare Nachbarschaft als auch durch kulturelle und freizeitliche Verflechtungen.
Die Wurzeln Neusäß’ reichen bis ins 6. oder 7. Jahrhundert zurück, als Täfertingen als ältester Gemeindeteil entstand. Alt-Neusäß wurde im 11. Jahrhundert von Bauern um einen kleinen See gegründet und erhielt seinen Namen von „Niusazen“, was „Neuer Wohnsitz“ bedeutet. Später entstanden weitere Dörfer wie Hammel, Ottmarshausen und Steppach, die sich durch ihre Geschichte auszeichneten. Steppach beherbergte einst eine bedeutende jüdische Gemeinde, die bis ins 19. Jahrhundert dort lebte. Im 20. Jahrhundert wuchsen die Dörfer zusammen, um einer Eingemeindung nach Augsburg zu entgehen, und wurden 1988 zur Stadt erhoben.
Heute ist Neusäß vor allem eine Wohngegend mit ländlichem Charme und städtischer Anbindung. Der Kobelberg mit seiner Wallfahrtskirche Maria Loreto und dem Bismarckturm in Steppach bietet Aussichtspunkte über die Region. Historisch bedeutsam sind die Schlösser in Hammel und Westheim sowie die Kapelle in Schlipsheim. Die Stadt verbindet Tradition mit Moderne, etwa durch das Einkaufszentrum in Steppach nach dem Bau der Ortsumgehung.