Nikitsch liegt im Mittelburgenland, wo der Nikitschbach durch das Gebiet fließt, nur wenige Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt. Östlich befindet sich Oberpullendorf, südlich Deutschkreutz. Die Gemeinde setzt sich aus drei Ortsteilen zusammen: Nikitsch selbst, Kroatisch Minihof und Kroatisch Geresdorf.
Bereits in der Römerzeit gehörte das Gebiet zur Provinz Pannonia, doch die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1150, als der Ort unter dem Namen Uhec erwähnt wurde. Später prägten kroatische Siedler das Bild, besonders zwischen 1565 und 1579. Bis 1921 gehörte Nikitsch zu Ungarn, danach wurde es Teil des neu gegründeten Burgenlands. In der Geschichte gab es Konflikte, etwa während der ungarischen Räterepublik, als es zu Auseinandersetzungen mit kroatischen Bauern kam.
Das Schloss Nikitsch, die katholische Pfarrkirche zum heiligen Laurentius und die Pestkapelle sind markante Bauwerke. Vereine wie der Folkloreverein Graničari oder die Theatergruppe Kazališna grupa Filež pflegen die kroatische Kultur. Persönlichkeiten wie der ungarische Schriftsteller Gyula Somogyváry oder die Politikerin Agnes Prandler stammen aus Nikitsch. Die Gemeinde ist geprägt von ihrer mehrheitlich kroatischen Bevölkerung und der ländlichen Umgebung.