Norwich liegt im Osten Englands, eingebettet in die sanfte Landschaft von Norfolk, wo der Fluss Wensum durch die Stadt fließt. Die Nordseeküste mit ihren geschützten Küstenabschnitten ist nur wenige Kilometer entfernt. Die Stadt thront auf kalksteinhaltigem Untergrund, der im Mittelalter durch Minen geprägt wurde und heute noch für gelegentliche Bodenabsenkungen sorgt.
Die Wurzeln Norwichs reichen bis in die Zeit der Icener und Angelsachsen zurück, als an einer Furt des Wensum erste Siedlungen entstanden. Der Name „Northwic“ tauchte auf Münzen unter König Æthelstan auf, doch erst nach der Zerstörung durch Wikinger entwickelte sich die Stadt zu einem bedeutenden Handelszentrum. Die Normannen errichteten eine Burg und begannen mit dem Bau der Kathedrale, die bis heute das Stadtbild prägen. Im Mittelalter war Norwich eine der größten Städte Englands, bekannt für seine blühende Weberei und eine lebendige jüdische Gemeinde.
Heute besticht Norwich durch seinen mittelalterlichen Kern mit über 35 historischen Kirchen, darunter die St Peter Mancroft und die Kathedrale der Heiligen Dreifaltigkeit. Das Norwich Castle und die römisch-katholische Kathedrale St. Johannes der Täufer sind weithin sichtbare Wahrzeichen. Die Stadt ist auch ein kultureller und wirtschaftlicher Knotenpunkt mit einem der ältesten Märkte Englands, dem Forum am Marktplatz und einem lebendigen Fußballverein, den Canaries. Die Nähe zu den Norfolk Broads und die Universität verleihen Norwich einen unverwechselbaren Charme.