Oberägeri liegt im Kanton Zug in der Zentralschweiz, eingebettet in ein Hochtal am Nordufer des Ägerisees auf etwa 724 Metern Höhe. Die Gemeinde umfasst auch die Ortsteile Alosen, Böschi und Morgarten, bekannt durch die historische Schlacht am Morgarten. Das Gebiet ist geprägt von Wäldern, landwirtschaftlichen Flächen und Siedlungen, während Nachbarorte wie Menzingen, Wädenswil und Einsiedeln die Gemeinde umgeben.
Die Besiedlung reicht bis in die Bronzezeit zurück, wie Funde belegen. Ursprünglich unterstand die hohe Gerichtsbarkeit der Fraumünsterabtei, später den Habsburgern, während das Kloster Einsiedeln die niedere Gerichtsbarkeit ausübte. 1352 schloss sich das Ägerital der Vogtei Zug an und wurde Teil der Eidgenossenschaft. Im frühen 18. Jahrhundert teilte sich die Pfarrei Ägeri in Oberägeri und Unterägeri auf, die 1798 zu eigenständigen Gemeinden wurden. Wirtschaftlich lebte der Ort lange von Landwirtschaft und Heimindustrie, bis der Fremdenverkehr und später der Pendlerverkehr die Entwicklung prägten.
Heute ist Oberägeri vor allem durch seine Kirche mit den Aposteln Petrus und Paulus im Wappen bekannt, die auf die Pfarrpatrone verweist. Die Gemeinde profitiert von ihrer landschaftlich reizvollen Lage am See und den umliegenden Bergen, die Wanderer und Touristen anziehen. Die wachsende Bevölkerung spiegelt sich in einer lebendigen Infrastruktur wider, während die traditionellen Wirtschaftsbereiche zunehmend von Dienstleistungen und Pendlerströmen abgelöst werden.