Oberelsbach liegt in der hügeligen Landschaft der Rhön, einem Mittelgebirge in Unterfranken. Der Ort ist Teil des Landkreises Rhön-Grabfeld und trägt den Titel eines staatlich anerkannten Erholungsorts. Im Gemeindegebiet erhebt sich der Gangolfsberg, bekannt für seine markanten Basaltsäulen, die geologisch von besonderem Interesse sind.
Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes stammt aus dem frühen 9. Jahrhundert, als er zum Besitz des Stiftes Fulda gehörte. Später wechselte er in den Einflussbereich des Klosters Wechterswinkel und schließlich des Hochstifts Würzburg. Seit dem 18. Jahrhundert besitzt Oberelsbach das Marktrecht, das ihm wirtschaftliche Bedeutung verlieh. Im 19. und 20. Jahrhundert lebten hier auch jüdische Familien, die eine eigene Gemeinde bildeten und eine Synagoge errichteten, die heute als Wohn- und Geschäftshaus dient.
Prägend für den Ort sind seine barocke Pfarrkirche St. Kilian, die wegen ihrer erhöhten Lage und reichen Ausstattung auch „Rhönbasilika“ genannt wird. Oberelsbach ist zudem Heimat des berühmten Kirchenmusikers Valentin Rathgeber, dessen Geburtshaus als Museum dient. Das Biosphärenzentrum Rhön informiert über das UNESCO-Biosphärenreservat, zu dessen Verwaltung der Ort gehört. Regelmäßige Veranstaltungen wie die Rhöner Maskenfastnacht beleben das kulturelle Leben.