Oberursel liegt im Süden des Hochtaunuskreises, wo der Taunus in die Oberrheinische Tiefebene übergeht. Der Urselbach durchfließt das Stadtgebiet, das sich bis zum Großen Feldberg erstreckt. Mit seinen Stadtteilen Bommersheim, Oberstedten, Stierstadt und Weißkirchen grenzt Oberursel an Frankfurt am Main, Bad Homburg, Kronberg und Königstein.
Die erste Erwähnung als „Ursella“ stammt aus dem Jahr 791, als ein Mann namens Suicger Land an ein Kloster schenkte. Im 15. Jahrhundert erhielt Oberursel Stadtrechte und eine Stadtmauer, die später erweitert wurde. Die Tuchmacherei prägte das Gewerbe, bis der Dreißigjährige Krieg die Stadt zweimal zerstörte. Nach der Industrialisierung mit einer Baumwollspinnerei und dem Anschluss an die Eisenbahn entwickelte sich Oberursel weiter.
Die katholische Kirche St. Ursula, der die Stadt ihren Namen verdankt, ist ein zentrales Bauwerk. Die Christuskirche im Jugendstil und die lutherische St.-Johannes-Gemeinde zeigen die konfessionelle Vielfalt. Ein Mahnmal erinnert an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, während das ehemalige Camp King heute ein Wohngebiet ist. Das „Orscheler Sonnenloch“ beschreibt das lokale Mikroklima mit besonders sonnigen Tagen.