Odrava liegt im Egerbecken am rechten Ufer der Wondreb, die hier in die Eger mündet. Die Gemeinde befindet sich etwa acht Kilometer nordöstlich von Cheb und ist über die Europastraße E 48/E 49 erreichbar, die von Sokolov nach Cheb führt. Südwestlich des Ortes erstreckt sich der Stausee Jesenice, während im Umland mehrere Nachbarorte wie Nebanice, Mostov oder Lipoltov verteilt sind.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Odrava im Jahr. Das Dorf entstand an einer Furt durch die Wondreb und gehörte lange zur Herrschaft Mostau, deren Besitzer wechselten zwischen den Landgrafen von Leuchtenberg, den Geschlechtern Notthafft und Hertenberg. Im 19. Jahrhundert wurde eine steinerne Brücke über den Fluss gebaut, und nach der Aufhebung der Grundherrschaften entstand eine neue Gemeindeordnung. Im 20. Jahrhundert erlebte der Ort politische Veränderungen, darunter die Eingliederung in das Deutsche Reich und später die Vertreibung der deutschen Bevölkerung nach Kriegsende.
Besonders bekannt ist Odrava für den Stausee Jesenice, der als Erholungsgebiet dient. Das Schloss Mostov, einst ein Herrschaftssitz, beherbergt heute ein Hotel. Eine markante Allee verbindet Mostov mit Hlínová. Aus der Gemeinde stammt der Historiker und Archivar Adolf Bachmann, der im 19. Jahrhundert lebte.